Wenn Sie letzte Woche von unserem Blog über englishe Modalverben nicht genug bekommen konnte, hier ist ein weiterer für Sie! Modalverben sein wichtig und notwendig in jeder Sprache, sodass wir uns dachten, dass es sich lohnt, sich nochmals damit zu beschäftigen.

Nachfolgend finden Sie also weitere englische Modalverben, wie shallshouldought tomusthave toneed towill und would. Wenn Sie Englisch lernen, stehen die Chancen gut, dass Sie diese Verben recht häufig verwenden werden. Sie funktionieren in der Regel etwas anders als normale Verben, es lohnt sich also, sich mit ihnen auseinanderzusetzen!

Shall, Should, Ought to

Aussprache: ˈʃæl / ʃəd / ˈɔːt ˈtuː

Diese Modalverben bedeuten im Wesentlichen (essentially) dasselbe, aber es gibt Unterschiede, auch wenn wir sie nicht immer einsetzen:

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Shall: Wille, Absicht, Anregung und Beharrlichkeit.

Should: Verpflichtung, Notwendigkeit, Erwartung und Ratsamkeit.

Ought to: moralische Verpflichtung, Wahrscheinlichkeit, Gewissheit, Ratschlag, Notwendigkeit, Pflicht und Eignung.

Nach alledemshall wird häufiger im Britischen Englisch verwendet, während should häufiger im Amerikanischen Englisch benutzt wird (falls Sie weitergehendes Interesse haben, empfehlen wir das Buch “That’s Not English” von Erin Moore). Ought to gilt als ein wenig altmodisch, formeller und ist sowohl im Britischen als auch im Amerikanischen Englisch nicht mehr so weit verbreitet.

Diese Modalverben sind Verben der Verpflichtung oder Pflicht. Beispielsweise müssen Sie etwas nicht tun, aber es wären besser, Sie würden es tun.

Entsprechende Aussagen werden wie folgt gebildet:

Subjekt + shall/should (not) /ought (not) to + Infinitivverb

Zum Beispiel:

  • Sie sollten mit ihm darüber sprechen. (Ratschlag)
  • You should talk to him about it. (Advice)
  • Ich sollte morgen pünktlich sein, wenn der Bau abgeschlossen ist. (Erwartung)
  • should be on time tomorrow if the construction is finished. (Expectation)
  • I sollte das wahrscheinlich nicht tun, aber ich will es tun! (Ratschlag dagegen)
  • I probably shouldn’t do this, but I want to! (Advise against)
  • Wir werden siegen! (Wille, Absicht)
  • We shall prevail! (Willingness, intention)
  • Du solltest dich bei ihr entschuldigen. (Ratschlag, Pflicht)
  • You ought to apologize to her. (Advice, Duty)
  • Du solltest jetzt gehen, bevor es regnet. (Notwendigkeit)
  • You ought to go now before it rains. (Necessity)

Entsprechende Fragesätze werden wie folgt gebildet:

Shall/should (not) + Subjekt + Infinitive Form des Verbs

Zum Beispiel:

  • Sollen wir heute Abend ausgehen? (Vorschlag)
  • Shall we go out tonight? (Suggestion)
  • Soll ich einen Arzt rufen? Du siehst nicht gut aus. (Ratschlag)
  • Should I call a doctor? You don’t look well. (Advice)
  • Sollten wir nicht bald aufbrechen? Es ist schon spät… (nachdrückliche Forderung)
  • Shouldn’t we leave soon? It’s getting late… (Insistance)
  • Soll ich die Tür für Dich aufmachen? (Bereitwilligkeit)
  • Shall I get the door for you? (Willingness)
  • “Wollen wir tanzen?” Der König und ich. (Vorschlag)
  • Shall we dance?” The King and I. (Suggestion)

Must, Have to, Need to

Aussprache: ˈmʌst / ˈhæv ˈtuː / ˈniːd ˈtuː)

Musthave to und need to sind ähnlich wie shallshould und ought to dergestalt, dass sie auch Verben der VerpflichtungNotwendigkeitErfordernis sind und verwendet werden können, wenn man sich einer Sache fast 100%ig sicher ist. Sie sind jedoch deutlich stärker. Wo shall und should Ihnen die Möglichkeit geben, etwas zu tun oder eben nicht zu tun, bedeuten must und have to, dass Sie etwas unbedingt tun müssen. Ein gutes Beispiel wäre: You have to do your homework, or else you’ll fail the class. (Du musst deine Hausaufgaben machen, ansonsten bestehst Du diese Klasse nicht.)

(Von Scribd.com von Tachukdi Ad)

Must: Notwendigkeit, Verbot, Zwang, Verpflichtung, Schlussfolgerung, Gewissheit, Wahrscheinlichkeit.

Need: Notwendigkeit, Verpflichtung (benutzt bei Verneinungen und Fragen)

  Subjekt + must/have to/need to + Infinitivverb

Zum Beispiel:

  • Ich muss auf die Toilette. (Notwendigkeit)
  • need to use the restroom. (Necessity)
  • Du musst sie morgen anrufen. (Verpflichtung)
  • You have to call them tomorrow. (Obligation)
  • Ihr Englisch muss sehr gut sein, wenn Sie 5 Jahre lang in London gelebt haben. (Schlussfolgerung, Wahrscheinlichkeit)
  • Your English must be very good if you lived in London for 5 years. (Deduction, probability)

Die negative Form kann ein wenig komplizierter (trickier)  sein, denn wo Sie das “not” in dem Satz einfügen, hängt davon ab, welches Verb Sie verwenden.

Auf folgende Arten können die Sätze gebildet werden:

must + not + Infinitivverb

do(es) + not + have to + Infinitivverb

do(es) + not + need to + Infinitivverb

Zum Beispiel:

  • Der Hund darf nicht auf das weiße Sofa springen. (Verbot)
  • The dog must not (mustn’t) jump on the white sofa. (Prohibition)
  • Du musst das Geschirr heute nicht abwaschen. (Notwendigkeit)
  • You do not (don’t) have to wash the dishes today. (Necessity)
  • Er braucht heute Abend nicht zu duschen, weil er es heute Morgen getan hat. (Verpflichtung)
  • He doesn’t (does not) need to shower tonight because he did so this morning. (Obligation)

Will, Would

Aussprache: ˈwɪl / wəd

Will und would sind Verben der Konsequenz.

Zum Beispiel:

  • Wirst du die Geschirrspülmaschine später ausräumen? Ich habe heute keine Zeit. 
  • Will you empty the dishwasher later? I don’t have time today.

Will und would sind gängige (common) Modalverben der Konsequenz. Sie helfen zu definieren, was passieren könnte oder was definitiv passieren wird, wenn Sie etwas tun, oder sie helfen Ihnen, um etwas zu bitten, das in der Zukunft getan werden sollte. Will und would können für höfliche Bitten und gewohnheitsmäßige Handlungen der Vergangenheit als auch für zukünftige Handlungen verwendet werden.

(Von Scribd.com von Tachukdi Ad)

Will: Bereitschaft, Absicht, Vorhersage, Beharrlichkeit

Would: Bereitschaft, gewohnheitsmäßige Handlung der Vergangenheit, Wahrscheinlichkeit, Wunsch, Begehren

Entsprechende Sätze werden wie folgt gebildet:

will/would + Infinitivverb

Zum Beispiel:

  • Würdest Du ihm bitte eine E-Mail für mich schicken? Ich habe heute keine Zeit. (Höfliche Bitte)
  • Would you please email him for me? I don’t have time today. (Polite request)
  • Würdest Du bitte Dein Zimmer aufräumen? (Beharrlichkeit)
  • Will you please clean your room? (Insistence)
  • Als wir jünger waren, haben wir immer draußen gespielt bis es dunkel wurde. (Gewohnheitsmäßige Handlung in der Vergangenheit)
  • When we were younger, we would play outside until it was dark. (Habitual action in the past)
  • Ich werde Ihre Frage beantworten, wenn ich mehr Informationen habe. (Absicht, Beharrlichkeit)
  • will answer your question when I have more information. (Intention, insistence)

Die Negativform ist recht einfach, wenn es um will und would geht. Sie wird wie viele andere Negativformen gebildet:

will + not (will+not = won’t!) + Infinitivverb

would + not (wouldn’t) + Infinitivverb

Zum Beispiel:

  • Ich würde das nicht tun, wenn ich Du wäre! (Conditional 2 – Beharrlichkeit)
  • wouldn’t do that if I were you! (Conditional 2 – insistence)
  • Ich werde heute Abend nicht Klavier spielen können. Ich bin krank. (Bereitschaft, Absicht)
  • will not (won’t) be able to play the piano tonight. I’m sick. (Willingness, intention)
  • Das wird er nicht essen. Er hasst Hotdogs. (Vorhersage, Bereitschaft)
  • He won’t eat that. He hates hot dogs. (Prediction, willingness)

Englische Modalverben mögen zunächst schwierig zu verwenden scheinen, aber sie sind recht einfach zu bilden und extrem nützlich beim Englischlernen! Warum versuchen Sie nicht, einige eigene Sätze in den Kommentaren zu bilden, um zusätzliche Übung zu bekommen?

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Erin Duffin lebt in Hamburg, ist Englischlehrerin, Bloggerin, Yogalehrerin und würde den Schülern gerne beibringen, was man auf Englisch sagen sollte und was nicht! Warum fangen Sie nicht online mit uns an?

 

Übersetzung: Liese Jerke ist Geprüfte Rechtsfachwirtin und Personalsachbearbeiterin und lernt beim Übersetzen solcher Blogs, was man auf Englisch sagen sollte und was nicht 😉

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